Inkas
Klatsch & Tratsch
Wenn die Liebe überschwappt – Weihnachtsfeelings galore

Es passiert natürlich nicht nur, wenn man ein eigenes Kind hat. Die Liebe kann auch mal so unverhofft über das Herz schwappen und sich ihren Weg suchen, bis man seine völlig verdadderten Liebsten an sich quetscht, als gäbe es kein Morgen mehr. Doch wenn man ein Kind hat, passiert das noch viel öfter. Nicht nur zerkuschelt man seinen Nachwuchs ständig bis zur Unkenntlichkeit, sondern man beschnuppert es zu jeder Tages- und Nachtzeit, zerknutscht es und guckt es ständig verliebt an, als hätte man nicht mehr alle Lampen am Schirm.

Schlimmer wird es erst durch herzergreifende Filme, besonders zur Weihnachtszeit. Da verliert man als Mutter (natürlich nicht nur als Mutter) haushoch. Erst letztens habe ich mir auf Super RTL die emotionalsten Momente der Disney Filme reingezogen. Ich sag euch, GROßER Fehler!!! Besonders die Szene aus Dumbo, wo der Kleine von seiner gefangenen Mutter auf dem Rüssel geschaukelt wird und dieses herzergreifende Lied: „Liebes Kind, weine nicht!“ ertönt, hat in mir die Sturzbäche fließen lassen und das über Tage. Mein Kopf hat dieses Lied rauf und runter gespielt und meine Augen hielten die Schleusen weit geöffnet. Tag und besonders Nachts.

Jedes Mal wenn die ersten Töne in meinem Kopf erklangen, musste ich zu meinem schlafenden Sohn ins Zimmer und ihn anhimmeln. Hätte er mich gesehen, hätte er sicher gedacht, dass seine Mutter einen an der Waffel hat, wie sie ihn so verliebt und verträumt und verheult anstarrt. Ganz zu schweigen, dass ich am nächsten Tag gleich meine Eltern kontaktieren musste. So viel Liebe bleibt eben nicht in den eigenen vier Wänden. Zum Glück konnte ich mich bremsen, um nicht sämtliche Familienmitglieder anzurufen und ihnen mitzuteilen, wie toll sie doch sind.

Zum Glück hat weder Junior noch mein Göttergatte etwas mitbekommen, sodass ich weiter flennen konnte wie ein Schlosshund auf Diät. Leider findet mein Sohn das Lied aus Dumbo, das ich ihm natürlich ständig herzergreifend vorgesungen habe, sprichwörtlich zum heulen. Offenbar ist ihm das zum viel Herzschmerz. Also müssen andere Töne her. „Somewhere over the Rainbow“ findet er super. Das lässt meine Augen zum Glück auch endlich mal trocknen. Ein verliebter Blick bleibt aber trotzdem. Und das ist auch legitim. Wenn er mich dann später deswegen uncool findet, sei es drum. Dafür geht er jetzt kräftig in Vorkasse. Selber Schuld, so als mein Sohn ist das deine Pflicht. Ätschbätsch! So, weiter gehts mit den Weihnachtsfeelings. Frohes Heulen euch allen <3

Mone
Ich bin gebürtige Hamburgerin mit portugiesischen Wurzeln und in der Onlinewelt zu Hause. Ich schreibe für verschiedene Online-Magazine und Portale überwiegend über Themen aus Lifestyle, Cars und Marketing. Darüber hinaus arbeite ich bereits seit über 10 Jahren als Model und habe eine große Leidenschaft: das Backen von Motivtorten.
1 comment
  • Melanie
    Dez 15, 2016 (19:47)

    Nivea-Werbespot, Merci-Werbespot, der Edeka-Opa…der absolute Kill für mich…die Musik setzt ein und ich flenn los.
    Eine Sache, die ohne Kind nie von so großer Bedeutung war, ist Zeit…vor allem mit Familie und Freunde…man möchte jede Minute „sinnvoll“ verbringen…und wie Du schon sagst, seine Gefühle am liebsten jedem sofort mitteilen. Ich hab alte Freunde angeschrieben und plötzlich an die Kindheit mit ihnen gedacht, dabei waren sie mir die Jahre davor eigentlich nicht wichtig.
    Verrückt, man wird ein komplett neuer Mensch bzw komplettiert man sich nochmal…und das alles wegen einen kleinen Bündels 🙂

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